VersDeutsch Luther 1912Latein Vulgata
1Siehe, die Hoffnung wird jedem fehlen; schon wenn er seiner ansichtig wird, stürzt er zu Boden.Ecce spes ejus frustrabitur eum, et videntibus cunctis præcipitabitur.Vulg. 40,28
2Niemand ist so kühn, daß er ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir stehen könnte?Non quasi crudelis suscitabo eum: quis enim resistere potest vultui meo?Vulg. 41,1
3Wer hat mir etwas zuvor getan, daß ich's ihm vergelte? Es ist mein, was unter allen Himmeln ist.Quis ante dedit mihi, ut reddam ei? omnia quæ sub cælo sunt, mea sunt.Vulg. 41,2
4Dazu muß ich nun sagen, wie groß, wie mächtig und wohlgeschaffen er ist.Non parcam ei, et verbis potentibus, et ad deprecandum compositis.Vulg. 41,3
5Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zu greifen?Quis revelabit faciem indumenti ejus? et in medium oris ejus quis intrabit?Vulg. 41,4
6Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun? Schrecklich stehen seine Zähne umher.Portas vultus ejus quis aperiet? per gyrum dentium ejus formido.Vulg. 41,5
7Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und eng ineinander.Corpus illius quasi scuta fusilia, compactum squamis se prementibus.Vulg. 41,6
8Eine rührt an die andere, daß nicht ein Lüftlein dazwischengeht.Una uni conjungitur, et ne spiraculum quidem incedit per eas.Vulg. 41,7
9Es hängt eine an der andern, und halten zusammen, daß sie sich nicht voneinander trennen.Una alteri adhærebit, et tenentes se nequaquam separabuntur.Vulg. 41,8
10Sein Niesen glänzt wie ein Licht; seine Augen sind wie die Wimpern der Morgenröte.Sternutatio ejus splendor ignis, et oculi ejus ut palpebræ diluculi.Vulg. 41,9
11Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus.De ore ejus lampades procedunt, sicut tædæ ignis accensæ.Vulg. 41,10
12Aus seiner Nase geht Rauch wie von heißen Töpfen und Kesseln.De naribus ejus procedit fumus, sicut ollæ succensæ atque ferventis.Vulg. 41,11
13Sein Odem ist wie eine lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen.Halitus ejus prunas ardere facit, et flamma de ore ejus egreditur.Vulg. 41,12
14Auf seinem Hals wohnt die Stärke, und vor ihm her hüpft die Angst.In collo ejus morabitur fortitudo, et faciem ejus præcedit egestas.Vulg. 41,13
15Die Gliedmaßen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm, daß er nicht zerfallen kann.Membra carnium ejus cohærentia sibi: mittet contra eum fulmina, et ad locum alium non ferentur.Vulg. 41,14
16Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein unterer Mühlstein.Cor ejus indurabitur tamquam lapis, et stringetur quasi malleatoris incus.Vulg. 41,15
17Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken; und wenn er daherbricht, so ist keine Gnade da.Cum sublatus fuerit, timebunt angeli, et territi purgabuntur.Vulg. 41,16
18Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht, oder mit Spieß, Geschoß und Panzer.Cum apprehenderit eum gladius, subsistere non poterit, neque hasta, neque thorax:Vulg. 41,17
19Er achtet Eisen wie Stroh, und Erz wie faules Holz.reputabit enim quasi paleas ferrum, et quasi lignum putridum æs.Vulg. 41,18
20Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Stoppeln.Non fugabit eum vir sagittarius: in stipulam versi sunt ei lapides fundæ.Vulg. 41,19
21Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze.Quasi stipulam æstimabit malleum, et deridebit vibrantem hastam.Vulg. 41,20
22Unten an ihm sind scharfe Scherben; er fährt wie mit einem Dreschwagen über den Schlamm.Sub ipso erunt radii solis, et sternet sibi aurum quasi lutum.Vulg. 41,21
23Er macht, daß der tiefe See siedet wie ein Topf, und rührt ihn ineinander, wie man eine Salbe mengt.Fervescere faciet quasi ollam profundum mare, et ponet quasi cum unguenta bulliunt.Vulg. 41,22
24Nach ihm leuchtet der Weg; er macht die Tiefe ganz grau.Post eum lucebit semita: æstimabit abyssum quasi senescentem.Vulg. 41,23
25Auf Erden ist seinesgleichen niemand; er ist gemacht, ohne Furcht zu sein.Non est super terram potestas quæ comparetur ei, qui factus est ut nullum timeret.Vulg. 41,24
26Er verachtet alles, was hoch ist; er ist ein König über alles stolze Wild.Omne sublime videt: ipse est rex super universos filios superbiæ.Vulg. 41,25